Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Aufruf an Bundestagsabgeordnete

Aufruf an die unterfränkischen Bundestagsabgeordneten: Unterzeichnung des
Vertrags über das Verbot von Atomwaffen

Sehr geehrte…..

Nachdem die „Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen“ (ICAN) den
diesjährigen Friedensnobelpreis erhalten hat, nachdem inzwischen mehr als 53 Staaten
(Stand: 09/17) den Vertrag über das Verbot von Atomwaffen unterzeichnet haben, fordern
die unterzeichnenden Vereinigungen/Organisationen Sie auf, darauf hinzuwirken, dass die
neue Bundesregierung diesen Vertrag unterzeichnet. Am 07.07.17 hatten sich 122 Staaten
der UN auf einen Vertrag über das Verbot von Atomwaffen geeinigt. Laut
Meinungsforschungsinstitut YouGov befürworten 71% der Bundesbürger ein solches
Verbot.
Wir nehmen es nicht hin, dass auf bundesdeutschem Gebiet immer noch 20 Atomwaffen der
USA (in Büchel) lagern. Wir halten es auch nicht für vernünftig und logisch, die
Unterschrift mit dem Hinweis auf „Bündnisverpflichtungen“ („nukleare Teilhabe“) und
Abschreckungsszenarien aus der Zeit des Kalten Krieges zu verweigern. Sollte der Vertrag
rechtswirksam werden (was so gut wie sicher ist), würde eine Stationierung von
Atomwaffen gegen Völkerrecht verstoßen.
Sorgen Sie dafür, dass die todbringende Abschreckungs-Unlogik mit ihren katastrophalen
humanitären Folgen endlich zu den Akten gelegt wird! Stimmen Sie für den Abzug der
Atomwaffen und setzen Sie sich nachdrücklich für die Unterzeichnung des Verbotsantrags
ein!

Florakreis Würzburg

unterstützt von:
Initiative „Würzburg lebt Respekt“
Helmut Radler (Einzelperson)
Würzburg, 18.11.2017

Aufruf „abrüsten statt aufrüsten“

An Aktive in der Friedensbewegung und anderen sozialen Bewegungen

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freundinnen und Freunde,

ein außergewöhnlicher, der Not gehorchender Aufruf wurde am 6.11.2017 veröffentlicht: vier Gewerkschaftsvorsitzenden, neben einem Nobelpreisträger, führende Vertreterinnen und Vertreter der Friedens- und Umweltbewegung, neben bekannten Künstlerinnen und Künstlern, kritische Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, sowie Engagierte aus den Bewegungen für Nachhaltigkeit und eine gerechte Welt wenden sich an die Öffentlichkeit mit dem Appell „abrüsten statt aufrüsten“. Die Unterzeichnenden fordern von der (neuen) Bundesregierung: „Keine Erhöhung der Rüstungsausgaben – Abrüsten ist das Gebot der Stunde“.

Es ist ein gesellschaftlicher Appell der Warnung vor weiterer Aufrüstung und der unüberhörbaren Forderung nach Abrüstung zur Lösung der großen Herausforderungen. Abrüsten ist der Ernstfall. Jetzt damit anfangen. Und zwar hier bei uns. Denn der deutschen Rolle in der internationalen Politik kommt erhebliche Bedeutung zu. Unser Land braucht eine Außen- und Sicherheitspolitik, die auf ein friedliches Zusammenleben der Völker abzielt. Ein Weiter- so mit Aufrüstung, Kriegsdrohungen und Krieg verbietet sich.

Die Menschen in unserem Land wollen Frieden. Die Politik muss diesem Willen Rechnung tragen. Die jüngsten Wahlergebnisse mahnen. In einer Zeit neoliberaler gesellschaftlicher Umgestaltung will die Initiative auch Zeichen dafür setzen, dass eine andere Politik möglich ist. Mit friedlicher Konfliktlösung, Entmilitarisierung, internationaler Entspannung und gemeinsamer Sicherheit auch mit Russland. Eine neue solidarische Debattenkultur muss her. Dazu laden wir in einer Zeit ein, in der Krieg wieder eine Option der Politik ist.

Deshalb ist gesellschaftliches Eingreifen gefordert. So entstand der Aufruf „abrüsten statt aufrüsten“. Er wird getragen von besorgten Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen, über Partei- und sonstigen Grenzen hinweg. Die Initiative will viele Menschen erreichen, die selbst tätig werden und andere dazu anregen, Menschen aus der Friedensbewegung, wie auch aus anderen sozialen Bewegungen. Deshalb starten wir online und offline mit einer breiten Unterschriftensammlung unter diesem Aufruf, vielleicht wird daraus eine größere Bewegung für den Frieden. Helft mit, diesem Appell zu einem Zeichen des Aufbruches und des Protestes gegen Militarisierung und Aufrüstung zu machen.

Unterstützt ihn, unterzeichnet ihn, sammelt selbst. Macht auf den Appell aufmerksam. Lasst uns gemeinsam die Chance nutzen.

Mitmachen, weitere Informationen und Listen zum Sammeln auf der Webseite

www.abruesten.jetzt

Mit friedlichen Grüßen

für den Arbeitsausschuss

Reiner Braun, Michael Müller, Willi van Ooyen

Friedens- und Zukunftswerkstatt e. V.

c/o Frankfurter Gewerkschaftshaus

Wilhelm-Leuschner-Str. 69 – 77

60329 Frankfurt am Main

Tel.: 069 242499.50

Fax: 069 242499.51

frieden-und-zukunft@t-online.de

Buchvorstellung Helmut Försch

Konzert Esther Bejarano & Microphone Mafia

Am 05. Oktober 2017 lädt die Initiative in Kooperation mit der St. Bernhard-Realschule Bad Mergentheim zu einem Konzert der Holocaust-Überlebenden Esther Bejarano & der Rap-Gruppe Microphone Mafia in die Turnhalle der St. Bernhard-Realschule.

Das Konzert mit Esther Bejarano & der „Microphone Mafia“ enthält neben zahlreichen Liedern eine Lesung aus ihrem 2013 erschienenen Buch „Erinnerungen. Vom Mädchenorchester in Auschwitz zur Rap-Band gegen Rechts“.

„Ich habe viel Glück in meinem Leben gehabt, ein ganz großes Glück, ein unheimliches Glück.“ Dies sagt die 92-jährige Esther Bejarano, deren Eltern & Schwester von den Nationalsozialisten umgebracht wurden. Esther hat die Grausamkeiten des Vernichtungslagers Auschwitz selbst er- und überlebt.

Als Tochter eines Oberkantors verschiedener jüdischer Gemeinden wurde sie im Jahr 1941 im Zwangsarbeitslager Neuendorf bei Fürstenwalde/Spree interniert und am 20. April 1943 mit allen anderen Insassen des Arbeitslagers und über 1000 jüdischen Menschen nach Auschwitz deportiert. Sie überlebte Auschwitz als Musikerin im weiblichen Häftlingsorchester, dem sog. „Mädchenorchester von Auschwitz“. Von Auschwitz nach Ravensbrück verbracht, konnte sie auf einem der folgenden Todesmärsche entfliehen.

Seit über 30 Jahren ist Esther eine Kämpferin gegen das Vergessen: Sie erzählt ihre Geschichte an Schulen und ist Mitbegründerin & Vorsitzende des „Internationalen Auschwitz-Komitees“ sowie Ehrenvorsitzende der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes“. Auf der Bühne ist sie seit Jahren gemeinsam mit der Rap-Gruppe „Microphone Mafia“ gegen Diskriminierung & Faschismus aktiv.

Nachdem die Holocaust-Überlebende im Februar dieses Jahres kurzfristig erkrankte, ihr Auftritt abgesagt werden musste und stattdessen ein alternatives Programm stattfand, bekommen die Besuchenden der damaligen Veranstaltung einen ermäßigten Eintritt (bei Vorzeigen der gestempelten Eintrittskarte). Für die übrigen Gäste gibt’s eine Abendkasse (12€).

Unterstützt wird die Eröffnungsveranstaltung von: DGB Region Nordwürttemberg und KZ-Gedenkstätte Neckarelz.